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Hamburg:
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Deutsche Entwicklerstudios

Wen Ihr kennen solltet!

Die Spiele-Branche boomt und auch deutsche Entwicklerstudios profitieren vom Gaming-Trend. Anfang des Jahres waren rund 12.900 Menschen in der Branche beschäftigt. Zählt man auch Vertrieb, Presse und Verbände hinzu, arbeiten etwa 31.000 Personen direkt oder indirekt im Spiele-Sektor. Beschäftigt werden sie von derzeit 510 deutschen Entwicklerstudios.

Nachdem die Beschäftigungszahlen im Jahr 2016 gerade bei dem damals größten deutschen Spieleentwickler Goodgame Studios deutlich gesunken sind, stellten 2017 viele deutsche Entwicklerstudios neue Mitarbeiter ein.

Welches Studio für euch das richtige ist, könnt Ihr in folgendem Artikel erfahren.

Crytek

Der wohl bekannteste Name in der deutschen Spieleentwicklung ist das Frankfurter Studio Crytek. Im Jahr 1999 gründeten die drei Brüder Cevat, Avni und Faruk Yerli die Spielefirma. Zuerst entwickleten die Drei aus Coburg, später zog die Firma aber nach Frankfurt am Main um.

crysis 3

Crysis 3 © Crytek

Crytek ist nicht nur verantwortlich für Spieleklassiker wie Far Cry und die Crysis Reihe, sondern sie entwickelten auch die CryEngine, mit deren Hilfe Spiele wie ArcheAge, Sniper Ghost Warrior 2, MechWarrior Online, Star Citizen oder Kingdom Come: Deliverance entstanden sind.

Crytek beschäftigt 550 Mitarbeiter an den Standorten Frankfurt und Kiew. Von 2014 bis 2016 kam es leider aufgrund von finanziellen Problemen der Firma zu Schließungen der Niederlassungen in Nottingham, Austin, Budapest, Istanbul, Seoul, Shanghai und Sofia.

Blue Byte

Wenn Crytek nicht das bekannteste deutsche Studio ist, dann sicherlich die Düsseldorfer Spieleschmiede Blue Byte. Das im Jahre 1988 gegründete Entwicklerstudio hat in seiner langen Geschichte viele bekannte Entwickler hervorgebracht, die später ihre eigenen Studios gründeten. Darunter Armin Gesser (Spellbound), Volker Wertich (Phenomic) oder Thomas Friedmann, Thomas Häuser und Thorsten Knop, die später Funatics gründen sollten.

die siedler 3

Die Siedler 3 © Blue Byte

Blue Bytes bekannteste Spielereihen sind Die Siedler und Battle Isle. Außerdem waren Sie an den Spieleklassikern Anno 1404, Anno 2070 und Anno 2205 beteiligt.

Heute hat Blue Byte drei Standorte: Düsseldorf, Berlin und Mainz. Dort beschäftigt das Unternehmen 300 Mitarbeiter. Bis heute hat Blue Byte allein drei Millionen Exemplare der Strategiespiel-Reihe Die Siedler verkauft. 2001 wurde das Unternehmen vom französischen Publisher Ubisoft aufgekauft.

Piranha Bytes

elex

Elex © Piranha Bytes

Das kleine Entwicklerstudio Piranha Bytes aus Essen steht den Großen in nichts nach. Seit 2001 begeistert es Millionen Spieler weltweit durch lebendige Rollenspielwelten. Das Studio ist verantwortlich für die Gothic und die Risen Reihe.

Ende 2017 erscheint das neueste Projekt mit dem Namen Elex. 28 Mitarbeiter arbeiten an diesem Projekt. Dafür holt sich das Studio erstmals Unterstützung von dem Publisher THQ Nordic.

Daedalic Entertainment

Das Hamburger Entwicklerstudio Daedalic Entertainment zählt zwar nicht zu den größten Arbeitgebern in der Spielebranche, ist aber dennoch eines der beliebtesten. 2007 gründete Carsten Fichtelmann die Daedalic Entertainment GmbH, die er nach dem griechischen Erfinder und Künstler Daedalus benannte.

deponia

Deponia © Daedalic

Bis heute liegt der Schwerpunkt der Hamburger auf tollen und einzigartigen Geschichten mit viel Charme. Zu den beliebtesten Spielen zählen Edna Bricht Aus, The Whispered World und die Deponia Reihe.

Heute arbeiten mehr als 140 Mitarbeiter bei Daedalic. Der Umsatz betrug im Jahr 2013 etwa 6 Mio. €. Das Studio entwickelt nicht nur eigene Spiele, sondern ist auch als Publisher tätig. So haben sie bekannte Spiele wie Tales Of Monkey Island, Torchlight II, Divinity: Original Sin oder Shadow Tactics veröffentlicht.

InnoGames

Der Hamburger Spieleentwickler InnoGames hat sich mit 419 Mitarbeitern an die Spitze der größten deutschen Spielehersteller gekämpft. 2003 wurde der Grundstein für das Unternehmen von Eike und Hendrik Klindworth und Michael Zillmer gelegt, indem sie das Spiel "Die Stämme" zu entwickeln begannen. 2007 gründeten sie das Unternehmen InnoGames GmbH. Neben dem Standort in Hamburg eröffnete 2015 ein weiteres Studio in Düsseldorf.

forge of empires

Forge of Empires © InnoGames

InnoGames hat sich mit Spielen wie Grepolis, The West, Elvenar und Forge of Empires auf Browser- und Mobile Games spezialisiert.

Mittlerweile erreicht InnoGames mit derzeit 6 aktiven Spielen insgesamt 150 Millionen Nutzer weltweit. Der Umsatz lag 2016 bei rund 130 Millionen Euro.

Im Mai 2017 verkaufte InnoGames Anteile des Unternehmens an das schwedische Medienunternehmen Modern Times Group, das nun 51 Prozent der Firmenanteile hält.

Bigpoint

Mit 418 Mitarbeiten landet das deutsche Spieleunternehmen Bigpoint knapp auf Platz 2 der größten deutschen Spieleentwickler. Es wurde 2002 von Heiko Hubertz unter dem Namen m.wire GmbH gegründet, um ein Jahr später das Browserspiel "IceFighter" auf den Markt zu bringen. 2005 wurde der Spieleentwickler in e-sport GmbH umbenannt. Erst 2007 entstand die Bigpoint GmbH als die Anzahl der eigenen Spiele auf 22 anstieg. Das Unternehmen übernahm 2009 außerdem die eLofd GmbH und siedelte sich damit in Berlin an.

Auch Bigpoint ist auf Browsergames spezialisiert. Zu den von Bigpoint entwickelten Spielen zählen unter anderem Drakensang Online, Farmerama, Germany's Next Top Model - The Game, Maestia, DarkOrbit und Seafight.

drakensang online

Drakensang Online © Bigpoint

2015 erreichte das deutsche Entwicklerstudio einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro.

Seit Ende April 2011 halten die beiden Investmentgesellschaften TA Associates und Summit Partners insgesamt 67 Prozent des Unternehmens. Gründer Heiko Hubertz hält weiterhin 30,5 Prozent der Anteile. Beteiligt sind außerdem Peacock Equity Fund und GMT Communications mit 2,5 Prozent.

Goodgame Studios

Der einst größte Spielehersteller Deutschlands liegt 2017 nur noch auf dem dritten Platz der größten deutschen Arbeitgeber in der Spielebranche - Goodgame Studios. Zu Spitzenzeiten beschäftigte das Unternehmen rund 1.300 Mitarbeiter. Nach einer Welle von Entlassungen sind es mittlerweile nur noch ca. 350 Angestellte.

goodgame empire

Goodgame Empire © Goodgame Studios

Gegründet wurde Goodgame Studios 2009 von Christian und Kai Wawrzinek, Nikolai Lücht und Fabian Ritter. Bereits im Juli folgte das erste Browser-Spiel "Goodgame Poker". 2010 übernahm Goodgame Studios den Spieleentwickler spotsonfire GmbH. Bereits 2013 eröffnete die Spielefirma ihre ersten ausländischen Niederlassungen in Tokio und Seoul.

Das wohl erfolgreichste Spiel von Goodgame Studios "Goodgame Empire" mit etwa 70 Millionen Nutzern erschien 2011. Der Entwickler konnte mit weiteren Versuchen nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Durch starke Konkurrenz und ein zu schnelles Wachstum musste die Beschäftigungszahl sowohl 2016 als auch 2017 deutlich reduziert werden.


Bilder:
1. Deponia © Daedalic