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Game Dev Podcast

Game Dev Podcast

der Podcast für Spieleentwickler


Simon Trümpler, VFX-Artist im Interview über den Podcast und seinen Werdegang.

Simon Trümpler Game Dev Podcast

Wie alt bist du, wo kommst du her und wo lebst du zurzeit?

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"Ich bin 34, komme ursprünglich aus Leipzig und lebe derzeit in Berlin."


Wie war dein beruflicher Werdegang bis heute?

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"So richtig interessant wurde es für mich erst nach Schule, Fachinformatiker-Ausbildung und Fachoberschule, denn zu diesem Zeitpunkt durfte ich die Games Academy besuchen. Das war 2004 und für mich der Einstieg in die bunte Welt der Spieleentwicklung. Danach hatte ich großes Glück eine Stelle bei Studio 2 (Sacred 2) als 3D-Grafiker zu bekommen, die nach der Firmenpleite von Ascaron (damals Muttergesellschaft von Studio 2) in einer Anstellung bei Egosoft mündete. Nach fünf Jahren arbeiten an X:Rebirth habe ich mich dann selbstständig gemacht."

X-Rebirth

X:Rebirth © Egosoft


Wo arbeitest du zurzeit und in welcher Position?

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"Seit ich selbstständig bin, habe ich mich langsam vom 3D-Grafiker zum VFX/Effekt-Grafiker gewandelt und an Titeln wie RiME und The Invisible Hours gearbeitet. Derzeit steuere ich Effekte zum Spiel WiLD (PS4) bei."


Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?

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Turtle Simon Trümpler

Turtle © Simon Trümpler

"Die Leutchen im Co-Working-Space begrüßen, PC anschalten und auf einem Papier eine kleine ToDo-Liste für den heutigen Tag notieren. Die Arbeit an sich ist dann sowohl technischer als auch künstlerischer Natur. Zum Beispiel muss ich Script-Code schreiben, damit die Effekte zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gestartet und beendet werden. Den Effekt an sich gestalte ich auch und benutze dafür hauptsächlich einen Partikel-Editor, Photoshop und natürlich viele Referenzen zur Inspiration."


Wie bist du dazu gekommen einen Podcast zu starten?

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"Kurz und bündig: Es gab noch keinen Deutschen Podcast über Spieleentwicklung und da lag die Idee nahe, einfach selbst einen zu starten. Falk, Marcel und Ich kennen uns aus "Games Academy"-Zeiten, konsumieren Podcasts im Allgemeinen sehr gern und haben diese kleine Nische bemerkt und hatten Lust sie ein bisschen auszufüllen. Es sei angemerkt, dass wir auch Englische Produktionen liebend gern hören und sowohl im Berufsleben als auch privat viel Englisch lesen, schreiben und sprechen - vielleicht ist es gerade deswegen entspannend mal ein Projekt zu haben, bei dem man sich über die Sprache nicht so viele Gedanken machen muss. Ohne das ständige simultane Denken und Übersetzen kann die ganze Energie stattdessen in das Gespräch an sich fließen."

Hier geht's zum Game Dev Podcast

Was wird im Podcast behandelt?

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"Unser Ziel sind lockere Gespräche ohne zu sehr ins "Labern" abzudriften. Wir bereiten uns vor, laden oft Entwickler/-innen aus der Branche ein und sprechen zum Beispiel über Meta-Themen wie "Unser Einstieg in die Industrie", "Arbeiten im Ausland", "Game Dev Schule", "Sollte ich Informatik studiert haben?", "Arroganz", "Imposter Syndrom" und viele mehr. In anderen Episoden geht dann mehr ins Detail und reden in gut verdaulichen 3-Stunden-Häppchen über "Photogrammetry", "Sound- und Musik-Design", "VR" und was noch alles zum Entwickeln dazugehört."


Welches Videospiel hat dich am meisten inspiriert?

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"Diablo 3. Es ist eine fantastische Mischung aus der Liebe zur klassischen Kunst und Komposition, verückt-genialen Entwickler-Tricks und eine Augenweide für jeden Effekt-Grafiker."


Welches Videospiel spielst du zurzeit am liebsten?

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"Aktuell spiele ich nicht so viel aber ich hatte letztens eine kleine "Into the Breach"-Phase. Hui-ui-ui, das war nicht nett von dem Spiel. Hat eine Menge Zeit gestohlen. :D"

Into The Breach

Into The Breach © Subset Games


Was sind deine Tipps für jeden der Spieleentwickler/Game Artist werden möchte?

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"Die folgenden Punkte sind Gedanken, die mir während der letzten Jahre durch den Kopf gegangen sind und richten sich nicht zwingend nur an Leute, die in die Branche wollen. Vielleicht kann auch ein Hobbyist oder ein Entwickler-Veteran etwas damit anfangen. :)"

  • 1. Es gibt NICHT "das beste Werkzeug/Programm" - Blender, Maya, 3DsMax, Modo, ... nimm einfach das, was du als erstes in die Finger kriegst und fang an zu arbeiten. Keine Ausreden. Auf ein anderes Programm umzulernen geht schnell, wenn man verstanden hat, was schöne Dinge schön macht und wie man sauber arbeitet, damit diese Schönheit auch im Spiel ruckelfrei zu bewundern ist.
  • 2. Dinge falsch zu machen ist besser als gar nix zu tun. Ich sitze auch ab und zu da, weiß nicht wie ich etwas anfangen soll (z.B. einen Effekt oder ein 3D-Modell) und gerate leicht in Versuchung mich ablenken zu lassen. Nix da! Entweder fragt man jemanden nach Tipps, schaut Referenzen/Tutorials zur Inspiration oder fängt einfach mal irgendwie an - während man auf dem Weg ist, wird das Ziel immer klarer (oder man stellt fest, dass man sich komplett auf dem Holzweg Richtung Abgrund befindet. Aber auch das ist eine wichtige Erkenntnis!)
  • 3. Nichts ist einfach - und wenn doch, dann macht es jeder. Sind Dinge schwer, wird man bei den ersten Versuchen versagen. Das ist normal. Auch, dass sich das mies anfühlt. Aber man lernt einen neuen Weg, wie es NICHT geht - was sehr wichtig ist. Noch wichtiger: Man lernt die richtigen Fragen zu stellen. Statt "Ich weiß nicht wie das geht...und wie ich anfangen soll." kann man sagen "Ich habe dies und das versucht, aber es hat nicht funktioniert, kannst du mir helfen?".
  • 4. Benutzt Referenzen! Man ist kein schlechter Grafiker, nur weil man sich von der Welt inspirieren lässt und glaubwürdigere Grafiken erstellt.
  • 5. Studiert und kopiert!
    Falsch: Andere Arbeiten angucken und denken "Ohje, sowas könnte ich nie!".
    Richtig: Andere Arbeiten angucken, denken "Das könnte ich nie!" - dann das Werk studieren, versuchen zu kopieren und daraus lernen bis ihr denkt "Ach guck, jetzt kann ich es auch!".
  • Landing Platform Simon Trümpler

    Landing Platform © Simon Trümpler

  • 6. Vergesst nie, wie ihr euch als Anfänger gefühlt habt! Das hilft gegen Arroganz und sehr im Umgang mit Leuten, die noch nicht so lange dabei sind und Hilfe brauchen.
  • 7. Nehmt euch Zeit zurückzublicken und anzuerkennen woher ihr kommt und was ihr alles tolles gelernt habt. Der riesige Berg an Wissen, welches man noch nicht aufgesogen hat, ist oft sehr einschüchternd. Da hilft es sich klar zumachen, wo man vor x Jahren stand und wie oft man schon über seine Grenzen hinausgewachsen ist.
  • 8. Aber auch nicht zu lange rasten! Behaltet die Neugier und die Lust am Lernen. Die Branche bzw. die Werkzeuge entwickeln sich schnell. Das kann einschüchternd sein - auf der anderen Seite gibt es auch ein Internet voller Videos mit netten Menschen die einem alles erklären.
  • 9. Wenn ihr im Team arbeitet und es gibt ein Problem, wartet nicht auf andere sondern sucht Lösungen - oder stellt Fragen und findet die Lösung gemeinsam. Auch ein Grafiker kann mal in eine Script-Datei schauen, wenn es dabei hilft, sein Modell ins Spiel zu bringen oder anderen Arbeit abnimmt. Ein Programmierer muss nicht auf den Grafiker warten - eine Test-Grafik findet sich auch irgendwo im Internet. Sätze wie "Ich konnte ja nicht arbeiten weil der/die/das nicht ging sollten nur in letzter Instanz gesagt werden.
  • 10. Spiele entwickeln ist schwer. Neben technischen Problemen gibt es natürlich auch die üblichen Kommunikationsschwierigkeiten, Planungskomplikationen und vieles mehr. Und am Ende muss es nicht nur einwandfrei laufen, sondern auch noch Spaß machen!
  • 11. Falls ihr euch nicht sicher seid und es einfach mal probieren wollt: Man kann sich Engines wie Unreal, Unity oder CryEngine kostenlos runterladen, das Lern-Material dazu anschauen und sich selbst an einem Spiel versuchen. Es gibt auch unzählige Mod-Projekte, die sich immer über "Nachwuchs" freuen.
  • 12. Spiele entwickeln ist natürlich auch schön! Aber nur, weil man gern spielt, heißt das noch nicht, dass auch die Entwicklung etwas für einen ist. Zumal man sich das Spiel oft ein wenig kaputt macht, weil man während der langen Entwicklungszeit schon viele Grafiken gesehen, viel Sounds gehört und viel Story erlebt hat. Dafür ist es umso schöner und spannender Leuten zuzusehen, wie sie das eigene Spiel spielen!"