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Studium Spieleentwicklung

Wo finde ich ein Studium als Spieleentwickler?

Mit den wachsenden Anforderungen an die Hard- und Software steigen auch die Anforderungen für die Spieleentwickler. Heute ist es eigentlich fast immer Grundvoraussetzung ein abgeschlossenes Studium im Bereich der Informatik zu haben, um in der Spielebranche Fuß zu fassen. Erfahre hier, wie du dein Traumstudium findest!

duales studium spieleentwicklung

Wo finde ich ein duales Studium in der Gamesindustrie?

Dass Studieren teuer werden kann, weiß jeder, der sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hat. Besonders teuer sind private Hochschule ...

games academy berlin

Games Academy Berlin

Spieleentwickler werden - ohne Studium. Das verspricht die Games Academy in Berlin. Ob das wirklich geht, erfährst du im Beitrag.

The Pillars of the Earth Daedalic

Wie wird man Spieleprogrammierer?

Ann-Kathrin Drews, Spieleprogrammiererin bei Daedalic, im Interview.

Ann-Kathrin Drews Daedalic Spieleprogrammiererin

Wie war dein beruflicher Werdegang und wieso hast du dich dazu entschieden in der Gamesbranche zu arbeiten?

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"Eigentlich ziemlich unspektakulär. Ich habe mein Abitur bestanden und dann auch direkt ein Informatikstudium an der Universität Hamburg begonnen. Nach dem Abschluss wollte ich mir eigentlich erst mal ein paar Monate Auszeit gönnen, entdeckte dann aber nur etwas mehr als einen Monat später eine Stellenausschreibung bei Daedalic für ein Programmiererpraktikum. Darauf habe ich mich beworben und war dann auch sehr schnell Teil des „Silence“-Teams. Seit zweieinhalb Jahren bin ich jetzt unbefristet angestellt."


Bist du in deinem Traumjob?

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"Ja, auf jeden Fall. In erster Linie natürlich, weil ich selber Videospiele liebe. Außerdem macht mir Programmierung sehr viel Spaß. Manchmal ist es auch sehr frustrierend, wenn man tagelang nach der Lösung für ein Problem sucht, aber, wenn man dann eine Lösung gefunden hat, ist das schon ein gutes Gefühl. Man kann das vielleicht mit dem Gefühl vergleichen, wenn man ein kniffeliges, herausforderndes Rätsel gelöst hat. Ein Spiel zu entwickeln ist für mich ein wenig wie puzzeln, mit dem Unterschied, dass man sich manche Puzzleteile erst noch selbst ausdenken, zurechtschneiden und bemalen muss."


Wie lange arbeitest du schon bei Daedalic und warum hast du dich für diesen Arbeitgeber entschieden?

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"Nächsten Monat, also im Juli 2018, seit ziemlich genau vier Jahren. Gegen Ende meiner Schulzeit brachte meine Schwester „Edna Bricht Aus“ mit nach Hause, ein Spiel, das ich unglaublich gerne (mehrfach) gespielt habe und das mit seinem morbiden Humor irgendwie aus allen anderen Spielen, die ich davor gespielt hatte, herausstach. Das war die Art Spiele, die ich auch entwickeln wollte. Als ich dann auch noch herausfand, dass Daedalic ein Hamburger Unternehmen war, nahm ich mir vor, mich nach meinem Studium zu bewerben. Das habe ich dann auch getan und bin auch heute noch sehr zufrieden mit dieser Entscheidung."

Edna bricht aus

Edna bricht aus © Daedalic


Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?

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"Ich komme zur Arbeit, schalte meinen Rechner an, tippe auf der Tastatur herum und löse Probleme in meinem Kopf. Abgesehen davon gibt es nicht den typischen Arbeitstag, da es sehr davon abhängt, ob ich zum Beispiel gerade mit der Entwicklung eines neuen Features beschäftigt bin oder einen fiesen Bug verfolgen muss."


An welchem Projekt arbeitest du zurzeit?

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The Long Journey Home Daedalic

The Long Journey Home © Daedalic

"Zurzeit arbeite ich an der Konsolenumsetzung von „The Long Journey Home“ für PS4 und Xbox One. Das ist mein viertes Projekt nach „Silence“, der Konsolenumsetzung von „Blackguards 2“ und einem nicht veröffentlichten Titel."


Denkst du, deine Arbeit als Frau in der Games-Industrie wird anders bewertet, als die deiner männlichen Kollegen?

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"Das denke ich nicht. Das ist aber auch keine Frage, die sich mir schnell stellt und ich denke, dass man sich, wenn man das Gefühl hat, anders bewertet zu werden, zunächst die Frage stellen sollte, ob eine abweichende Bewertung nicht sogar gerechtfertigt ist. Das meine ich im Positiven, wie im Negativen. Wenn die eigene Arbeit besser bewertet wird, dann ist sie vielleicht einfach besser oder wird sie schlechter bewertet, dann ist es nicht ausgeschlossen, dass sie es tatsächlich ist. Niemand ist unfehlbar. Und es ist sehr leicht zu sagen, ich werde benachteiligt/bevorzugt, weil ich eine Frau bin.

Stellt man fest, dass es nicht an der Arbeit liegen kann, weil man diese wirklich nicht besser oder schlechter einschätzt als die der Kollegen, denke ich, dass man das ansprechen und gegebenenfalls seine Konsequenzen ziehen muss. Das Geschlecht eines Menschen hat meiner Meinung nach nichts mit der Qualität seiner Arbeit zu tun und hat für mich in einem professionellen Umfeld auch keine Bedeutung.

Ich persönlich hatte noch nie das Gefühl, dass meine Arbeit anders bewertet wird."


Denkst du, dass Videospiele immer noch eine Männerdomäne sind?

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"Nein, in meiner Wahrnehmung waren sie das auch nie."


Welches Videospiel hat dich am meisten inspiriert?

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"Das kann man gar nicht an einem festmachen. Spiele, die mir auch heute noch sehr gut im Gedächtnis sind, sind zum Beispiel „Final Fantasy 7“, so ziemlich alle „The Legend of Zelda“-Spiele, der erste „Assassins Creed“-Teil und auch „Edna Bricht Aus“. Alle waren in irgendeiner Weise daran beteiligt, dass ich Videospiele entwickeln wollte. Dass es mich gerade in die Programmierung verschlagen hat, ist wahrscheinlich dem Moduleditor von „Neverwinter Nights“ zu verdanken. Dort habe ich mich das erste Mal richtig mit Programmierung auseinandergesetzt, weil ich wollte, dass meine NPCs nicht nur dumm herumstehen oder immer die gleichen Pfade ablaufen, sondern auch komplexeres Verhalten zeigen."

Neverwinter Nights

Neverwinter Nights © BioWare


Bilder:
1. The Pillars of the Earth © Daedalic
2. Ann-Kathrin Drews © Daedalic